Historie
Der Floating-Tank wurde Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts von dem renommierten Gehirnforscher John C. Lilly (1915 - 2001) im Auftrag der US-Regierung (National Institute for Mental Health) entwickelt. Zu dieser Zeit gab es zwei sich widersprechende Thesen, wie das menschliche Gehirn auf Reizentzug reagiert. Eine Forschermeinung war es, dass das Gehirn seine Aktivität verringern und sogar Gehirnzellen einbüßen könnte, wenn ihm dauerhaft Reize entzogen werden. Lilly war der gegenteiligen Meinung und bewies seine These durch den Bau des ersten Isolationstanks im Jahre 1954. Er wies in vielen verschiedenen Experimenten nach, dass verschiedene Gehirnfunktionen durch Reizentzug angeregt werden und daß sich bei längerem Aufenthalt im Tank sogar vielfach Momente gesteigerter Kreativität einstellen. Lilly erforschte die Wirkungsweise des Tanks über mehrere Jahrzehnte zunächst an sich selbst und seinen Mitarbeitern, distanzierte sich jedoch bald von seinem vorherigen Arbeitgeber. Er machte den Tank und seine wohltuende Wirkung in aller Welt bekannt und betrieb seine Forschungen im Rahmen eines eigens gegründeten Instituts weiter. Lilly lebte zuletzt als Delphinforscher auf Maui, Hawaii und starb im Jahr 2001.
Dr. John Cunningham Lilly

wurde am 06. Januar 1915 in St. Paul, Minnesota geboren. Er studierte Medizin an der University of Pennsylvania 1938-42. Von 1942-65 studierte er Biophysik und medizinische Physik an der University of Pennsylvania und wurde ausserordentlicher Professor für medizinische Physik und experimentelle Neurologie. Von 1949-57 absolvierte er eine psychoanalytische Ausbildung bei Dr. Robert Waelder und Dr. Lewis Hill. Er war Leiter von verschiedenen Forschungsprojekten für Gehirnrinden-Integration an unterschiedlichen Instituten (1953-58).
Dr. John Lilly erforschte alle Aspekte der Sensorik in experimentellen Versuchsreihen: Lichteinwirkungen auf das Auge, Klangeinwirkungen auf das Ohr, Berührung und Druck auf die Haut. Die reflektorischen Wirkungen auf die inneren Organe des Körpers, sowie die der Schwerkraft. Um eine versuchsrelevante Umgebung zu schaffen, begann er zunächst mit einer einfachen dunklen Kammer, in der ein Feldbett aufgestellt worden war. Damit gelang es zwar einige Reize auszuschalten, allerdings beeinträchtigten unangenehme Blutstauungen (Druckpunkte durch das Feldbett) das Experiment. Dadurch wuchs das Bestreben die Körperlage zu ändern. Um seine Untersuchungen über einen längeren Zeitraum fortsetzen zu können, kam ihm die Idee einen abgeschlossenen Behälter zu konstruieren, in dem man von körperwarmen Wasser getragen wird. Die ersten Tests absolvierte er unter Zuhilfenahme einer Atemmaske und einer Vorrichtung gegen das Absinken. Diese Apparatur brachte zwar verbesserte Bedingungen mit sich, allerdings erwies sie sich später als äußerst umständlich, bis er den Isolationstank schlußendlich nicht mehr mit Wasser sondern mit einer Sole aus Salz und Magnesium einsetzte.
Hiermit machte Lilly eine zweite fantastische Entdeckung: Unter Anwendung einer gesättigten Bittersalzfüllung in einem umgebungseingeschränkten Isolationstank entsteht ein Magnesiumsulfat-Schwebe-Tank. Diese Möglichkeit der Schwerkraftkompensation verhalf ihm zu einer unbekannten Tiefe der Entspannung.
