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Gentle Aging

Forscher vermuten, dass für das Altern einer Zelle unter genau das verantwortlich ist, was sie am Leben erhält: der Stoffwechsel. In jeder Zelle wird ständig Nahrung mit Sauerstoff zu Energie verbrannt. Dabei entstehen aggressive Substanzen, so genannte freie Radikale, die die Zelle da schädigen, wo sie am empfindlichsten ist: nämlich im Erbgut.

Zwar gibt es körpereigene Schutzsysteme gegen freie Radikale, doch sie wirken nicht zuverlässig und auch nicht überall. Ausgerechnet da, wo die Energieverbrennung in der Zelle stattfindet  versagen sie fast gänzlich.  Die Kraftwerke der Zelle besitzen nämlich eine eigenes Erbgut, jedoch nichts was dieses schützt.

 

Die Folge: Dieses Erbgut der Zellkraftwerke wird mit zunehmendem Alter immer mehr geschädigt, die Energieverbrennung in den Kraftwerken kann immer schlechter ablaufen. Langsam "geht dann der Ofen aus": Die Zelle altert.

Dieses Modell des Alterns kann man sich leicht mit einem Auto verdeutlichen: Es fährt auch lange Zeit ohne Probleme, doch durch den Verschleiß gibt es irgendwann einen „Motorschaden“.

"Zündschnur der Wachstumsgrenze": die Telomere

Schon lange vermuten Forscher, dass in den Zellen eine biologische Uhr ticken muss. So konnten sie beobachten, dass sich menschliche Bindegewebszellen im Reagenzglas nicht unendlich oft, sondern nur eine bestimmte Anzahl von Malen teilen. Danach gehen sie zugrunde. Offensichtlich „wissen“ die Zellen sogar, wie alt sie sind. Zellen von Feten teilen sich öfter als Zellen junger Erwachsener und diese wiederum öfter als Zellen von alten Menschen.

Schließlich konnte diese biologische Uhr in den so genannten Telomeren lokalisiert werden.

Telomere sind offensichtlich eine Art Zündschnur des Zellniedergangs. Jedes Mal, wenn sich die Zelle teilt, verkürzen sie sich. Nach einer bestimmten Anzahl von Teilungen sind sie "aufgebraucht", die Zelle altert und stirbt schließlich.

Forscher an der Berliner Charité haben kürzlich festgestellt, dass möglicherweise eine Verbindung zwischen den Theorien der Telomere und des chemischen Verschleißes besteht: Sie beobachteten, dass sich die Telomere im Reagenzglas umso schneller verkürzen, je stärker sie freien Radikalen ausgesetzt sind.

Alt werden ist erblich?  Die Rolle des Erbguts

Diese alte Binsenweisheit hat einen wahren Kern: Wessen Großeltern und Eltern alt geworden sind, hat auch selbst gute Chancen auf ein hohes Alter. Bei Forschungen an den über Hundertjährigen, konnten inzwischen mehrere "Langlebigkeitsgene" identifiziert werden.

Was sie genau bewirken, ist allerdings noch unklar. Mit Sicherheit gibt es kein Gen, das unwiederbringlich festlegt: 'Nach 72 Jahren ist dein Leben zu Ende.' Doch Gene bestimmen zum Beispiel, wie gut die Schutzsysteme gegen die schädigenden freien Radikale arbeiten. Schäden am Erbgut können zu vorzeitigem Altern führen.

Adressen:

Stop Aging Institute

Odeonsplatz 12

80539 München

Tel:       089 / 29 16 46 66

Fax:      089 / 29 16 46 67

E-Mail: Info(at)stopaging.de

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