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Honig

Schon als unsere Vorfahren noch Jäger und Sammler waren, haben Sie, vermutlich von den Bären abgeschaut, zum ersten Mal den Honig entdeckt.  Sie taten es den denselben gleich und brachen einfach die Waben auf um an das süße Gold zu gelangen. Wie sie danach aussahen stellen wir uns lieber nicht vor. Bienenstiche sind sehr schmerzhaft. Der Verzehr von Honig ist also schon seit über 12000 Jahren üblich! Erst als man herausfand, dass Bienen keinen Rauch mögen wurde die Honiggewinnung schmerzfrei...... Als die Menschen schließlich in der Bronzezeit sesshaft wurden, entwickelte sich eine Bienenzuchtkultur. Man höhlte abgestorbene Baumstämme aus um die Bienen dort anzusiedeln.

Der Wert des Honig blieb quer durch die Kulturen immer gleich hoch. Ein Topf Honig war so viel wert wie ein Esel oder gar ein Rind. Die alten Griechen schließlich machten aus der Bienezucht eine Kunst die bis heute ähnlich gehandhabt wird. So bekamen auch die ersten Athleten der Olympischen -  Spiele Honig als Energiespender. Im alten Rom war der Ruf des Honigs legendär. Er wurde als universelles Heilmittel bewundert. Hinzugezogen wurde er bei der Wundbehandlung, der Fieberbekämpfung, bei Potenzstörungen und Depressionen.

Hier bei uns kultivierte erst Karl der Große die Imkerei. Er ordnete an, das in allen seinen Krongütern Bienezucht betrieben werden müsse. Besonders rund um den Nürnberger Reichswald entstand so ein frühes Zentrum der Imkerei.

Als die Zuckerimporte immer billiger wurden wäre die Imkerei fast zugrunde gegangen. Erst seit einigen Jahren erfreut sich das gesunde Süßungsmittel wieder steigender Beliebtheit.

Die Honigarten

Wabenhonig

Wird auch Scheibenhonig genannt. Man erwirbt meist ganze, mit Honig gefüllte Waben. Manche Kenner behaupten, so schmecke Honig am besten. Benefit: Guten bei Entzündungen im Mund und Rachenraum. Guten bei Pollenallergie und Heuschnupfen. Viel Vitamin A.

Preßhonig

Der Honig wird nicht geschleudert sondern mittels Druck aus den Waben gepresst.

Schleuderhonig

Die reifen Waben werden vom Imker aus dem Stock genommen und entdeckelt. Die Waben werden dadurch geöffnet und der Holzrahmen wird in die Honigschleuder gehängt. Durch die Drehbewegung wird der Honig ohne Einwirkung von Hitze aus den Waben gelöst.

Die besten Honigsorten

Acapulcohonig

Kommt aus dem Tecoanapa – Hochland, einer unberührten Wildnis an der Pazifikküste Mexikos. Der durch die Blütenvielfalt entstandene Mischhonig hat ein delikates, sehr feines Aroma. Bleibt mehrere Monate flüssig!

 

Akazienhonig

Akazien ( eigentlich Robinien) findet man in Frankreich, Osteuropa und China. Die Blüten sondern sehr viel Nektar ab und eigen sich deshalb vorzüglich  zur Zucht. Akazienhonig riecht wie ein mild duftender Baum. Ist hervorragend zum Süßen geeignet. Bleibt mehrere Monate flüssig!

 

Türkischer Berghonig

Kommt aus den Bergdörfern nördlich von Ephesus. Ist feinaromatisch und von besonderem Geschmack.

 

Eukalyptushonig

Kommt aus Australien und wird das ganze Jahr über geerntet. Er zeichnet sich durch seinen fruchtigen, hocharomatisch würzigen Geschmack aus. Er ist von gelblich – brauner Farbe und feincremiger Konsistenz.

 

Griechischer Erika Honig

Durch den Nektar verschiedner Erika – Sorten besitzt er ein wohltuendes, kraftvolles Heidearoma schmeckt aber weniger streng. Er ist von rötlich brauner Farbe und cremiger Konsistenz.

 

Kleehonig

In Kanada wird dieser Honig aus den zahllosen Kleeblüten der Wildnis zusammengetragen. Sein hoher Traubenzuckergehalt macht ihn zu einem sehr guten Energiespender. Er ist deshalb bei Sportlern sehr begehrt. Es ist von fast weißer, perlmuttartiger Konsistenz. Sein milder Geschmack und seine sanfte Süße machen ihn zum perfekten Süßungsmittel für Kinder und Grünteetrinker.

 

Lavendelblütenhonig

Lavendel ist eines der wichtigsten Heilkräuter überhaupt. Honig aus seinen Blüten ist von prächtig feincremiger Konsistenz und hellgelber Farbe. Mit seinem einzigartigen Aroma ist dieser Honig nur in der Provence zu finden.

 

Lindenblütenhonig

Schon bei den Germanen war die Linde der Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit, Freya, gewidmet. Ihr Blütezeit im Hochsommer schickt bis nach Sonnenuntergang Signale an die Bienen die dann eine Nachtschicht einlegen. Lindenblütenhonig hat eine beruhigende und durchwärmende Wirkung. Der Honig hat ein leichtes Minz - Aroma, ist von gelb – grünlicher Farbe und feincremig.

 

Orangenblütenhonig

Erinnert mit seinem lieblich feinen Duft an blühende Orangenhaine. Er ist feincremig und von der Farbe her hell bis dunkelgelb. Sehr gut zum süßen von grünem Tee.

 

Rapshonig

Raps, die altgermanische Kulturpflanze spendet viel Nektar und Pollen. Die Bienen verarbeiten den reichlich fließenden Nektar der leuchtenden Rapsfelder in einen hellgelb bis perlmuttfarbenen Honig. Er schmeckt mild, schimmert sanft und ist sehr traubenzuckerhaltig.

 

Weißtannenhonig.

Seltene Honigspezialität, da die Weißtanne in manchen Jahren gar nicht honigt. Trägt zur Erfrischung und Wiederbelebung nach großer Anstrengung bei. Er schmeckt stark aromatisch und harzig würzig. Der Duft erinnert an den Geruch frischer Tannennadeln. Er ist von dunkler, fast schwarzer Farbe und zählt bei Kennern zu den begehrtesten, delikatesten Honigarten.

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